Stellen Sie sich vor: Sie bereiten gerade das Abendessen zu und bemerken, dass sich auf der Arbeitsplatte Reste stapeln – darunter Orangenschalen, Brokkolistängel und vielleicht noch der matschige Salat von letzter Woche. Werfen Sie diese Dinge in die Biotonne, anstatt sie auf der Mülldeponie landen zu sehen. Dieser seltsame Behälter steht nicht nur neben Ihrem normalen Müll, sondern ist auch ein kleines Kompostkraftwerk, das im Hintergrund arbeitet – mehr lesen.
„Was gehört da eigentlich rein?“, fragt man sich vielleicht. Im Allgemeinen werden die meisten Küchenabfälle – darunter Kaffeefilter, Eierschalen, welke Kräuter und Apfelkerne – angenommen. Eine schmutzige Serviette oder ein aufgeweichter Pizzakarton? Auch die sind in manchen Städten erlaubt! Da sich niemand gerne über einen „Entschuldigung, falsche Tonne“-Schild am Straßenrand ärgert, sollten Sie die Abfallvorschriften Ihrer Stadt prüfen. Sofern Ihr Dienstleister damit nicht einverstanden ist, werden Fleisch und Milchprodukte in der Regel weggelassen, da sie Komplikationen verursachen können.
Im Vergleich zu den meisten Bastelprojekten, die man in fünf Minuten umsetzen kann, ist es einfacher aufzubauen. Ein kleiner Eimer mit Deckel hält Gerüche fern, und das Aufräumen geht schneller, wenn man ihn mit Zeitungspapier oder biologisch abbaubaren Tüten auslegt. Füllen Sie ihn mit Abfällen, und wenn er voll ist, kommt er entweder direkt an den Straßenrand oder in die Biotonne. Bonus: Ihr Hauptmüllsack enthält weniger schmutzige Gegenstände.
Die Geruchsfrage wird oft gestellt, deshalb klären wir: Es ist kein Problem, wenn Sie Ihren kleinen Mülleimer alle paar Tage leeren und etwas Papierschnipsel oder Laub hineingeben. Fruchtfliegen finden einen anderen Sammelplatz, wenn Sie den Deckel gut verschlossen halten.
Sie fragen sich: Wozu die Mühe? Denn bei der Zersetzung organischer Stoffe auf Mülldeponien entsteht klimaschädliches Methan. Werden diese Reste der Kompostkette zugeführt, zersetzen sie sich zu reichhaltiger, angenehmer Erde für Parks und Gärten. Plötzlich trägt der Kaffeesatz dazu bei, dass jemandes Tomaten im Lotto gewinnen. Das ist an sich schon ganz angenehm.
Die Städte ziehen schnell nach. Vielerorts ist die Abholung von Bioabfällen am Straßenrand zur neuen Norm geworden. Da die Menschen versuchen, ihren Müll zu reduzieren, kann es sogar zu freundschaftlichen Wettkämpfen kommen, wer die grüne Tonne am schnellsten füllt. Um die Sache zu vereinfachen, stellen viele Gemeinden kostenlose Tonnen zur Verfügung.
Dieser winzige Behälter kann alle einbeziehen, wenn man mit anderen zusammenlebt. „Hey, wer bringt den Kompost raus?“ ist häufiger anzutreffen als Streit um abgestandenes Obst im Kühlschrank. Irgendwann wird die Nutzung der Biotonne so selbstverständlich wie das Einschalten des Wasserkochers.
Die Reste vom Taco-Abend oder die Sandwichreste? Die haben viel Potenzial. Anstatt Mülldeponien zu füllen, werden sie zu Pflanzennahrung, wenn man sie hineinwirft. Auch wenn es kein Allheilmittel für die Erde ist, ist es ein positiver Schritt, den jeder tun kann. Ihr kleiner Behälter spielt eine größere Rolle, als Sie sich vielleicht vorstellen, und jeder Kaffeefilter und jede Schale zählt.
Please give us your valuable comment